PVcase nutzt ein strahlenoptisches Verfahren (Ray-Tracing), das Verschattungen auf Basis des tatsächlichen 3D-Layouts berechnet. PVsyst nutzt hingegen stündliche Verschattungsfaktoren, die besonders bei der Rückseite bifazialer Module weniger detailliert sind.
PVcase vs PVsyst: Präzisionvergleich in der Ertragsprognose


Auf einen Blick
Dieser Fachbericht analysiert die methodischen Unterschiede in der Ertragsprognose zwischen PVcase Yield und PVsyst. Erfahren Sie, wie 3D-basierte Ertragssimulation, strahlenoptische Verfahren (Ray-Tracing) und digitale Zwillinge die Präzision bei der Verlustberechnung und Standortmodellierung für PV-Großprojekte nachhaltig verbessern.
Technischer Vergleich: PVcase Yield vs. PVsyst
PVcase Yield
Kern-Methodik: 3D-basiertes Ray-Tracing (Strahlenoptik)
Standortmodellierung: Nativer Digitaler Zwilling (3D)
Bifaziale Analyse: Hochpräzise (Vorder- & Rückseite)
Daten-Integration: Nahtloser Transfer (Ground Mount)
Verlust-Visualisierung: Räumliche Heatmaps & 3D-Visuals
Gelände-Anpassung: Berücksichtigung von Ground Grading
PVsyst
Kern-Methodik: Stündliche Verschattungsfaktoren
Standortmodellierung: Abstrahiertes 3D-Szenen-Modell
Bifaziale Analyse: Vereinfachtes Rückseiten-Modell
Daten-Integration: Manueller Import/Remodellierung
Verlust-Visualisierung: Tabellarische Verlustdiagramme
Gelände-Anpassung: Statische Horizont-Annahmen
Erfahren Sie mehr auf der PVcase-Yield-Produktseite.
Synchronisation technischer Modelle und meteorologischer Standortdaten
Auf einen Blick
Präzise Ertragsprognosen nutzen Standortdaten, .pan- und .ond-Dateien sowie räumliche Dimensionierung. PVcase-3D-Modellierung liefert bei komplexem Gelände exaktere geometrische Berechnungen als herkömmliche Transpositionsmodelle.
Geografische und meteorologische Daten
PVcase Yield: Nutzt tiefe 3D-Integration für Plane-of-Array (PoA)-Berechnungen basierend auf den exakten Platzierungsdaten des Solarparks.
PVsyst: Berechnet PoA-Einstrahlung über Transpositionsmodelle aus stündlichen Wetterwerten (Meteonorm, Solargis).
Modul- und Wechselrichterspezifikationen
Beide Tools unterstützen Industriestandards (** .pan** für Module, .ond für Wechselrichter).
Wichtig: Identische Temperaturkoeffizienten und IAM-Profile sind für die Validierung zwingend erforderlich.
Anlagendimensionierung und Konfiguration
PVcase Yield: Wendet präzise 3D-Platzierung, Reihenabstände und elektrische Verschaltung (Stringing) für die direkte Verschattungsanalyse an.
PVsyst: Fokussiert auf die Systemarchitektur; detaillierte Layout-Daten sind für die initiale Simulation nicht zwingend erforderlich.
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Analyse der Verlustmechanismen bei PVcase vs. PVsyst
Auf einen Blick
Differenzen im Endertrag resultieren aus der Granularität der Verlustmodelle. Das 3D-Ray-Tracing von PVcase übertrifft PVsyst-Losses bei bifazialer Ertragssimulation durch präzise Rückseiten-Einstrahlung.
Die Berechnungsmethodik und die Granularität der Modelle variieren oft erheblich – dies ist meist der Hauptgrund für Abweichungen im Endertrag.
Verschattungsverluste
PVcase Yield: Hochgenaues Ray-Tracing-Verfahren für Vorder- und Rückseite; erfasst Eigen-, Nah- und Fernverschattung direkt im 3D-Layout. Dies ist essenziell für moderne Photovoltaik auf Freiflächen, wo die Flächeneffizienz stetig steigt.
PVsyst: Arbeitet mit stündlichen Verschattungsfaktoren; Rückseiten-Einstrahlung basiert auf vereinfachten Annahmen.
Temperatur- und Verkabelungsverluste
Temperatur: PVsyst nutzt Energiebilanzmodelle; PVcase berücksichtigt implizit Belüftungseffekte durch die 3D-Anordnung.
Verkabelung: PVcase übernimmt reale Leitungslängen aus dem CAD-Design; PVsyst nutzt oft statistische DC-Verlustmodelle.
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Performance Ratio (PR) und Benchmarking
Auf einen Blick
Neben dem Jahresertrag sind Performance Ratio und IEC-Normen entscheidend. PVcase Yield visualisiert räumliche Leistungsverteilung und Clipping-Verluste intuitiver als klassische Tabellen.
Beim Vergleich der Ergebnisse sollten Sie sich auf absolute Werte konzentrieren, da prozentuale Angaben oft unterschiedliche Baselines haben.
Wichtige Kennzahlen
Spezifischer Ertrag (kWh/kWp): Der stabilste Vergleichsmaßstab zwischen beiden Programmen.
Performance Ratio (PR): Schwankt oft bei bifazialen Systemen, da die IEC-Normen Interpretationsspielraum lassen.
Verlust-Visualisierung: PVcase bietet räumliche Heatmaps; PVsyst liefert detaillierte monatliche Tabellen und Clipping-Analysen.
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Experten-Tipps für den Software-Vergleich
✅ Wetterdaten-Check: Stellen Sie sicher, dass beide Tools identische TMY3-Dateien für den exakten Standort nutzen.
✅ Komplexes Gelände: Beachten Sie, dass PVcase durch das 3D-Modell besonders in unebenem Terrain präzisere geometrische Berechnungen ermöglicht.
✅ Komponenten-Synchronität: Wählen Sie exakt dieselben .pan und .ond Dateien. Minimale Abweichungen bei Wirkungsgradkurven verzerren das Ergebnis.
✅ Systemdesign: Achten Sie auf identische Werte bei DC-Leistung, Modulen pro String und dem Bodenbelegungsgrad (GCR).
Fazit
Beim Vergleich zwischen PVcase Yield und PVsyst geht es darum, den Weg zum Ergebnis zu verstehen. Der „3D-First“-Ansatz von PVcase bietet vor allem bei komplexen Verschattungen eine Granularität, die für die Projektsicherheit heute unerlässlich ist.
Ein entscheidender Faktor ist die Datenintegrität durch den digitalen Zwilling: Da PVcase Yield nativ auf den Daten von PVcase Ground Mount aufbaut, fließt das reale Geländemodell inklusive aller Anpassungen (Ground Grading) verlustfrei in die Simulation ein. Dieser Transfer eliminiert Fehlerquellen manueller Remodellierung und schafft ein Höchstmaß an Vertrauen bei Investoren und Banken.
Sehen Sie in der Erfolgsgeschichte von New Leaf Energy, wie führende Entwickler diese Präzision bereits für ihre Projektsicherheit nutzen.